Informatik ist heute so grundlegend wie Strom oder ein Elektromotor — sie ist zugleich pädagogisches Werkzeug und eigene Wissenschaft. Ihr Einfluss auf Bildung ist potenziell enorm. Genau hier setzt FIPI-Éducation an: eine der zentralen Initiativen des FIPI-Programms, die jungen Lernenden ermöglicht, mit Arduino-basierter Technik eigene Lösungen für Probleme aus ihrem Alltag zu entwickeln.
Nach einer längeren Pause entschied sich das Team, eine neue Session zu starten — vom 1. bis 10. Juni 2025, ausgerichtet in den Räumen der Université Catholique Jean Paul II in Bafang. Wie in den Ausgaben zuvor lief der Kurs über zehn Tage.
Zehn Tage Werkstatt.
Mehr als 40 Lernende nahmen teil, im Schnitt 16 Jahre alt, 35 % davon junge Frauen. In den zehn Tagen erarbeiteten sie sich die Grundlagen der Programmierung und Elektronik — von der ersten Schaltung auf dem Breadboard bis zum eigenen, funktionierenden Prototyp.

Am Ende der Werkstatt präsentierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit — bei einem eigens organisierten Tag der offenen Tür.
Was entstanden ist.
Die Projekte der Teilnehmenden zeigen, wie konkret der Bezug zur eigenen Lebensrealität war:
- Ein System zur Wasserstandsanzeige in Wassertürmen — als Frühwarnung bei längeren Versorgungsausfällen.
- Automatische Straßenbeleuchtung.
- Lichtsteuerung im Haus per Telefon und/oder Sprachbefehl.
- Ein Überwachungssystem nach dem Radar-Prinzip.
- Ein Solar-Tracker, der die Stromerzeugung aus Solarpanelen optimiert.
- Ein automatisches Bewässerungssystem.
- Ein dreistufiges Sicherheitssystem: Sprache, RFID-Karte, Fingerabdruck.

Wie es weitergeht.
Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden ein Zertifikat, die betreuenden Fachkräfte ein Attestat d'Encadrement — überreicht in Anwesenheit von Vertretern der Universität und der Kirche. Eine weitere Session ist in Planung, mit dem Ziel, die Werkstatt fest im Jahreskalender der Universität zu verankern.
