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Nachhaltige Entwicklung · laufend

Sicherung der Nachhaltigkeit.
Was vom Ökolandbau zwei Jahre später blieb.

2022/23 haben wir den ökologischen Landbau in West-Kamerun gefördert. 2024 wollten wir wissen: Trägt es noch? Ein Rückblick mit unseren Partnern AAFCOOP und ACODEB.

Region
Bafoussam, West-Kamerun
Vorgängerprojekt
2022–2023
Kontrollzeitraum
Apr.–Dez. 2024
Partner
AAFCOOP, ACODEB
Status
Laufend ●

Worum es geht.

Entwicklungsprojekte enden oft mit der Übergabe — und genau da beginnt die eigentliche Frage: Bleibt etwas davon bestehen? Unser Projekt „Förderung des ökologischen Landbaus in West-Kamerun im Kampf gegen Hunger und Armut" (2022–2023) hatte Junglandwirt:innen in ökologischer Landwirtschaft geschult, für den Klimawandel sensibilisiert und ihre Produktivität gesteigert. 2024 wollten wir es genau wissen und haben gemeinsam mit unseren Partnern AAFCOOP und ACODEB Vorortbesichtigungen durchgeführt.

Was wir vorfanden.

Die Bilanz zwei Jahre nach Projektende fällt positiv aus:

  • Die geschulten Junglandwirt:innen wenden die erlernten Methoden des ökologischen Landbaus weiterhin eigenständig an
  • Boden- und Wasserqualität in der Zielregion haben sich durch die Verbreitung des Ökolandbaus spürbar verbessert
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien und Pestizide ist durch Bio-Düngemittel und -Saatgut stark zurückgegangen
  • Niedrige Investitionskosten und die Einbindung von Familienmitgliedern sorgen für geringe Betriebskosten
  • Angepasste Fruchtfolgen an die aktuellen klimatischen Bedingungen erhöhen die Produktivität
„Der relativ geringe Investitionsbedarf des ökologischen Landbaus sorgt für deutlich niedrigere Betriebskosten — und weniger Abhängigkeit von teuren synthetischen Düngemitteln."

Was das bewirkt.

Durch geringere Investitionen bei gleichzeitig hoher Produktivität können die Junglandwirt:innen heute mehr verdienen — einen Teil davon legen sie gezielt für die nächste Saison beiseite. Die bessere Vermarktung ihrer Produkte stärkt zudem ihren Einfluss auf die Wertschöpfungskette und sorgt für höhere Gewinnmargen. Das gestiegene Haushaltseinkommen wirkt sich direkt auf Lebensqualität und Gesundheit aus — und ermöglicht mehr Kindern einen längeren, regelmäßigeren Schulbesuch.

Ende 2024 zählte unser Verein „Initiative Afrika-Solidarität Deutschland e.V." insgesamt 10 Mitglieder.